Medienäquivalenzwert (AVE): Warum die Zahl wenig sagt

Der Medienäquivalenzwert, auch Anzeigenäquivalenzwert oder AVE, rechnet redaktionelle Berichterstattung in den Preis um, den eine Anzeige gleicher Größe gekostet hätte. Aus einem Artikel werden so zum Beispiel 12.000 Euro Werbewert.

Warum die Kennzahl problematisch ist

Ein redaktioneller Beitrag ist keine Anzeige. Der Wert sagt nichts über Tonalität, Botschaft oder Zielgruppe. Ein negativer Artikel erhöht ihn genauso wie ein positiver. Und es fließt kein Geld ins Unternehmen. Branchenverbände wie AMEC lehnen den AVE deshalb ab, die Barcelona Principles halten fest, dass er nicht den Wert von Kommunikation darstellt.

Warum es ihn trotzdem gibt

Er liefert eine Zahl in Euro, und die versteht jede Geschäftsführung. Genau das macht ihn gefährlich: Er sieht nach Business aus, ohne eins zu sein.

Was stattdessen zählt

Besser sind Kennzahlen, die ein Verhalten oder ein Ergebnis zeigen: Share of Voice für die Marktposition, Anfragen und Termine mit PR-Bezug, Einfluss auf die Pipeline. Wie das zusammenpasst, steht unter PR-Wirkungsmessung und PR-ROI. Unsere Haltung dazu: Sales Driven PR misst, was im Unternehmen ankommt.